Rollsport im Barmer Turn Verein

  Die Freunde des Rollsports haben seit 1953 eine Heimat im BTV. Am 15. August 1953 trafen sich erstmals Interessierte in der Schule Germanenstraße. Wie in vielen Vereinen sollte neben dem Rollsport auch der Eissport angeboten werden. Mangels geeigneter Trainingsflächen musste diese Idee schnell wieder begraben werden.

Das Schwergewicht der Arbeit lag demzufolge zunächst auf dem Rollkunstlauf. Der Cronenberger Alfred Henckels konnte verpflichtet werden und betreute einmal in der Woche seine Barmer Schützlinge. Das Interesse war groß, so dass schon bald eine Rollhockey-Mannschaft gegründet werden sollte.

Im Jahr 1958 erreichten die BTV-Rollsportler einen Höhepunkt, durch zahlreiche Erfolge, die der engagierten Betreuung durch Fritz Loose und dem Ehepaar Krauter zu verdanken waren. So war zu dieser Zeit der BTV vorübergehend erfolgreichster Verein im Landesverband.

1959 wurde nach ihrer Fertigstellung die Rollsportanlage im Schönebecker Busch wichtigste Trainings- und Wettkampfstätte für die expandierende Abteilung. Seit Fertigstellung der Heckinghauser Halle stand  den Rollsportlern auch dort ein kleiner Trainingsraum zur Verfügung.

1957 wurde auf Initiative von Walter Perlitz auch der Rollschnelllauf ins Programm genommen und konnte schon 2 Jahre später mit den Erfolgen von Hans-Joachim Kohnen bei der Deutschen Jugend- meisterschaft über 1000, 3000 und 5000 m ansehnliche Ergebnisse vorweisen.

Seit 1970 dominierte wieder der Rollkunstlauf und ist zur Zeit einzige Disziplin. In der Zeit von 1970 an engagierten sich viele für die Barmer Rollkunstläufer wie z. B. Horst Franke, Ursula Hoeveler, Ulrike Landwehrmann und später auch die erfolgreichen Läuferinnen Britta Simoneit und Elke Inga Jansen. Höhepunkt in den letzten 10 Jahren war die Ausrichtung des Bergischen Kürpokals aus Anlass des 150 jährigen Bestehens des BTV. Knapp 200 Gäste aus allen Teilen NRWs nahmen zunächst an einem Kürwettbewerb teil, um anschließend gemeinsam mit den BTV-Läuferinnen ein 4-stündiges Schaulaufen mit einfallsreich gestalteten Beiträgen zu präsentieren. Kein Wunder, dass bei der erneuten Ausrichtung eines Kürpokals, wieder eine große Anzahl von Teilnehmern der Einladung folgte.

Zwischenzeitlich hatte der Leitungs- und Trainerstab gewechselt. Namhafte Trainer wie Marina Kielmann und Thomas Koch, Carsten Titt und Nicole Weimer übernahmen das Training und brachten neue Impulse in Richtung Leistungs- und Breitensport.

Heute gibt es neben der Schnuppergruppe noch die Gruppen Anfänger und Fortgeschrittene. Mittlerweile kann die Abteilung mit Anna Lena Müller, Maresa und Miriam Kaik eigene Rollkunstlauf-Trainer einsetzen. Des Weiteren  werden sie von Stefan Pilger als Übungsleiter unterstützt, so dass die notwendigen Trainingzeiten abgedeckt werden können, soweit die Hallenzeiten es möglich machen.

In den letzten Jahren konnten  einige Läuferinnen an der Landesmeisterschaft NRW teilnehmen. Miriam Kaik gelang 1999 erstmals  die Qualifikation für die Norddeutsche Meisterschaft und in der Folge auch für die Deutsche Meisterschaft. 2001 erreichte sie  darüber hinaus sogar mit der Qualifikation für den Eurocup die Nominierung für den ersten Start auf europäischer Ebene und den Sprung ins Bundeskader.2001 qualifizierte sich auch Anna Lena Müller erstmalig über die Landesmeisterschaft für die Norddeutsche Meisterschaft und weiter für die Deutsche Meisterschaft.

Abteilungsleitung und Trainer sind weiter bemüht sowohl Breiten- als auch Leistungssport anzubieten. Begrenzte Trainingsmöglichkeiten und begrenzte Zeit der Ehrenamtlichen und Trainer machen das sicher nicht immer leicht, aber die Erfolge zeigen, dass es, zwar mit wenig Mitgliedern, aber trotzdem mit Qualität weiter aufwärts geht.