02. März 2015

Parkour und Freerunning im BTV

Die Parkour Abteilung im BTV soll allen Interessierten die Möglichkeit für einen sicheren Einstieg in diese relativ neuen Streetsportarten bieten. Wir beschäftigen uns nicht nur mit Parkour selbst, sondern auch mit verwandten Sportbereichen wie Freerunning oder Akrobatik und seit Neuestem besonders intensiv mit Tricking. Nach einer angeleiteten Einführung in die Parkour "Basics" wird das Training individueller und freier gestaltet, um den Teilnehmern unabhängig von deren Leistungsstand Fortschritte zu ermöglichen. Es folgen kurze Definitionen der noch meist unbekannten Sportarten:

Parkour

Der Sportler (genannt "Traceur"= "der den Weg ebnet") versucht auf möglichst effiziente Weise von einem Punkt A zu einem selbstgewählten Punkt B zu kommen und dabei alle Hindernisse auf seinem Weg zu überwinden, anstatt sie zu umgehen. Neben dem Sportlichen nimmt hierbei auch die Mentalität einen wichtigen Teil ein. Man soll durch diese Sportart seine eigenen körperlichen Grenzen entdecken und ausweiten, sowie Hindernisse auf die man im Leben trifft überwinden, statt sie zu umgehen. Weitere Punkte der Philosophie sind die eigene Selbsteinschätzung, d.h. man sollte keine waghalsigen Sprünge versuchen, wenn man sich nicht sicher ist das man die Technik und körperlichen Voraussetzungen für diesen Sprung erfüllt, sowie der respektvolle Umgang mit seiner Umgebung und seinen Mitmenschen. Wer Parkour mit Ernsthaftigkeit trainiert, wird mit der Zeit feststellen, dass er auf viele Dinge eine andere Sicht bekommt, da scheinbar festgelegte Funktionen von Material und Orten aufgebrochen werden und sich körperliche und geistige Grenzen immer weiter verschieben.

Freerunning

Freerunning wird oft mit Parkour verwechselt, es ist allerdings nicht das Gleiche. Der wichtigste Unterschied ist, dass beim Freerunning nicht die Effizienz der Bewegung, sondern die eigene Kreativität im Vordergrund steht. Somit gibt es im Freerunning auch die Grundbewegungen von Parkour, sie werden allerdings durch akrobatische Bewegungen wie Saltos etc. erweitert. Da, wie gesagt, die Kreativität im Vordergrund steht, gibt es hier keine begrenzte Anzahl an Techniken, sondern jeder entwickelt vielmehr seinen eigenen Style mit einer unbegrenzten Anzahl an Bewegungen und Kombinationen.